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Dorfkirche Hemkenrode, Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen

Im Jahre 1348 wurde die Kirche in einer Schenkungsurkunde erstmalig erwähnt, aber ihre Entstehung reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die Kirche besteht aus einem zum Schiff quer stehenden Turm mit Satteldach und barocker Laterne, einem breiteren, lang gestreckten Schiff und einer Vorhalle, die die Nordwände von Turm und Schiff teilweise überdeckt. Der östliche Teil des Schiffs wurde an Stelle einer früheren halbkreisrunden Apsis im Jahre 1448 angebaut. Durch die teilweise verputzten Außenwände lässt sich Bruchsteinmauerwerk erkennen. Dorfkirche Hemkenrode, Landkreis Wolfenbüttel, NiedersachsenDie großen neugotischen Fenster an Nord- und Südseite wurden 1878 eingesetzt. Zugemauerte, rundbogige Fenster aus romanischer Zeit sind noch an der Nordwand und im Inneren an der Südwand des Schiffs erkennbar. Ein dreigeteiltes kleineres Fenster aus gotischer Zeit befindet sich an der Ostwand. Die Sohlbank trägt die Jahreszahl 1448 in lateinischen Minuskeln. Die geradwandige Doppelschallöffnung an der Südseite des Turms hat zwei Rundbögen, die auf einem rechteckigen Teilungspfeiler ruhen. Weiter unten gibt es ein kleines Vierpassfenster mit getreppten Ecken und gefasten Kanten, das – wie auch andere Fenster und Kunstgegenstände in der Kirche – 1962 von Helmut Uhrig gestaltet wurde.

Dorfkirche Hemkenrode, Landkreis Wolfenbüttel, NiedersachsenMan betritt die Kirche durch ein gotisches Portal mit Tympanon an der Vorhalle. Ein kleiner Nebenraum, links in der Vorhalle, der als Sakristei dient, eröffnet den Blick auf den zugemauerten alten rundbogigen Eingang ins Schiff, an dessen östlicher Seite das frühere Weihwasserbecken steht. Aus der Vorhalle geht man durch eine Glastür in das Untergeschoss des Turms und durch eine rechteckige Öffnung in das flach gedeckte Schiff, das durch einen Bogen vom kreuzgratgewölbten Chor getrennt ist. An der Südwand sind die Fugen der zwei romanischen Fenster und der Erhöhung der Schiffsmauern um 1,70 m aus dem Jahre 1448 zu erkennen. Im Chor wurden die bei Ausgrabungen im Jahre 1962 entdeckten Grundmauern der früheren, halbkreisförmigen Apsis durch Fußbodenplatten markiert. Bei den Renovierungen 1962 wurde die frühere Kanzelwand hinter dem Altar entfernt und die Empore auf die jetzige Größe im Westen zurückgebaut. Der Taufstein im Turmuntergeschoss ist wohl in romanischer Zeit, in einer Werkstatt in Königslutter entstanden. Ein 1511 angeschafftes Missale wird noch heute an besonderen Gelegenheiten gezeigt.

Siehe auch: Michael Gläser: Romanische Kirchen im Braunschweiger Land, Sutton-Verlag, Erfurt 2011, 14,95 €.

Texte und Fotos: Michael Gläser

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Dorfkirche Hemkenrode, Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen
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38162 Cremlingen
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