* Romanik.de: St. Marien, Schöppenstedt-Küblingen, Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen

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St. Marien, Schöppenstedt-Küblingen, Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen

Im Jahre 1291 soll einem Albert Ryseberg die hl. Maria unter einer Linde erschienen sein und ihm aufgetragen haben, in Königslutter am Peter-Pauls-Feste ein hölzernes Marienbild von rheinischen Kaufleuten zu erstehen und in einer Nische der Linde aufzustellen. Herzog Albert soll durch das Bild in wundersamer Weise von einer tödlichen Krankheit genesen sein und ließ daraufhin die Kapelle errichten, in die man die Figur dann umsetzte. Die Linde muss wohl in der Nähe der Kirche gestanden haben, denn die Kapelle wurde etwas seitlich versetzt neben ihr erbaut. Als die Kapelle für die Pilgerscharen zu klein wurde, hat man sie erweitert und mit der alten Kirche verbunden.
St. Marien, Schöppenstedt-Küblingen, Landkreis Wolfenbüttel, NiedersachsenDieses Kirchenensemble besteht heute aus einem quadratischen Turm mit einer hohen polygonalen Haube, dem nach Osten sich anschließenden Schiff, einem quadratischen Chor, an den im rechten Winkel nach Norden ein Verbindungsraum zum westlichen Joch der Kapelle folgt, der in Ost-West-Richtung angeordneten zweijochigen Kapelle und der im Nordostzwickel eingefügten Sakristei. Turm und Schiff sind sicher romanischen Ursprungs, was im Innern ein großer Rundbogen zwischen beiden unterstreicht. Die Schallöffnungen des Turms, die Fenster und das Südportal sind gotischem Zeitgeschmack angepasst worden. Das zugemauerte Erdgeschoss des Turms birgt 27 Särge derer von der Streithorst. Das Schiff ist vom später errichteten, gotischen Chor durch eine Mauer abgetrennt und wird heute nur für Beerdigungen benutzt. Chor, Verbindungsraum und Kapelle bilden einen abgewinkelten Raum für die Gottesdienste. Der Haupteingang liegt an der Südwand des Chors, eine barocke Kanzelaltarwand von 1720 steht schräg in der Ecke des Raumwinkels. Die Allegorienfiguren Glaube (mit Buch, links) und Hoffnung (mit Anker, rechts) flankieren in Muschelnischen die Kanzel.
St. Marien, Schöppenstedt-Küblingen, Landkreis Wolfenbüttel, NiedersachsenAußen, an der Ostwand des Chors steht in einer mit gotischen Ornamenten und Tierfiguren verzierten und verglasten Nische eine Marienstatue mit dem Jesuskind. Maria trägt einen goldenen Armreif und ist in rote und grüne Gewänder gekleidet. Das etwas steif und mit verdrehten Füßen auf ihrer Rechten sitzende Jesuskind ist weiß gekleidet und hält einen goldenen Reichsapfel in der Linken. Es heißt, dass dies eine Kopie der alten Marienstatue sei. Doch auch die „Wienhauser Madonna“ im Kloster Wienhausen soll eine Kopie der alten Statue sein.

Texte und Fotos: Michael Gläser

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St. Marien, Schöppenstedt-Küblingen, Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen
An der Kirche 1
38170 Schöppenstedt
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