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St. Nicolai Hachum, Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen

Es wird berichtet, dass Burchard von der Asseburg, Patron der Evessener Kirche, im Jahre 1333 die Hachumer Kirche als Filialkirche gründete. Dies wird sich auf das Kirchenschiff beziehen, da der Turm offensichtlich aus älterer, romanischer Zeit stammen dürfte. Ein Stein an der Südostecke zeigt mit der Jahreszahl 1504 eine Erweiterung des Schiffs nach Osten an. Da romanische Türme solcher Dorfkirchen ursprünglich keinen Zugang von außen hatten, wird das heutige Portal an seiner Südseite auch erst in dieser Zeit entstanden sein. St. Nicolai Hachum, Landkreis Wolfenbüttel, NiedersachsenDer ursprüngliche Eingang lag wohl an der Stelle des westlichen Drillingsfensters an der Südwand. So lassen jedenfalls die Spuren im Mauerwerk vermuten. Der Turm mit einer Breite von 5,75 m und einer Tiefe von 5,10 m trägt ein entsprechend quer zum Schiff liegendes Satteldach. Nord-, Ost- und Südwand zeigen von Pfeilern getrennte Doppelschallöffnungen mit Rundbögen an Ost- und Südwand und kleeblattförmige Bögen an der Nordwand. Sie sind in übergreifenden Rundbögen zurückgesetzt. Die Pfeiler wurden offensichtlich später eingefügt und könnten frühere Säulen ersetzt haben. An der Westwand befindet sich eine kleinere Öffnung mit Stichbogen. Das Schiff mit rechteckigem Grundriss zeigt an Nord- und Südwand je drei neogotische Drillingsfenster, an der Ostwand ein ähnliches Zwillingsfenster und darüber ein kreisrundes Fenster mit Kleeblatt-Maßwerk.

St. Nicolai Hachum, Landkreis Wolfenbüttel, NiedersachsenDer Innenraum mit trapezoider, dachstuhlartiger Holzdecke, die in ähnlich braunem Holz gehaltene Kanzel, die Westempore und die Kirchenbänke werden wie auch die Drillingsfenster um 1900 entstanden sein, ebenfalls die ornamentalen Ausmalungen der Wände und der Fensterlaibungen. Die Nische in der Ostwand hat sicher vor der Reformation zur Aufbewahrung geweihter Hostien gedient.

Siehe auch: Michael Gläser: Romanische Kirchen im Braunschweiger Land, Sutton-Verlag, Erfurt 2011, 14,95 €.

Texte und Fotos: Michael Gläser

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