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Dorfkirche Remlingen, Landkreis Wolfenbüttel, Niedersachsen

Zum Alter der Kirche lässt sich nur feststellen, dass sie bereits im Jahre 1234 bestand, da in diesem Jahr ein Pleban (Vertreter des Pfarrers) mit dem Namen Berthold genannt wurde. Von dieser romanischen Kirche sind noch der westliche Teil des Schiffs und der untere Teil des Turms erhalten. Eine Jahreszahl in einem Stein der südöstlichen Mauerkante zeigt an, dass das Schiff 1508 nach Osten erweitert wurde (das Zeichen für 500 musste der Steinmetz offenbar nachträglich zu VC korrigieren). Zwischen dem zweiten und dritten Fenster von Westen erkennt man noch im Mauerwerk den Übergang zwischen altem und neuem Teil. Am zweiten Fenster der Südwand gab es vermutlich den alten Eingang zum Schiff. Dorfkirche Remlingen, Landkreis Wolfenbüttel, NiedersachsenEine Inschrift an der Ostwand bestätigt eine Restaurierung des Schiffs im Jahre 1772. Die Fenster und die heute zugemauerte Tür an der Ostwand sind vermutlich dabei entstanden. Nach dem Corpus Bonorum soll der Turm 1594-1596 erbaut worden sein. Damit wird eine Restaurierung und ein Neuaufbau der oberen Hälfte des Turms gemeint sein. Die zum Teil erhaltenen rundbogigen Schallöffnungen sind wohl den alten romanischen nachempfunden. Der Eingang an der Westseite des Turms und zwei rundbogige Fenster an seiner Nord- und Südseite (dieses heute rechteckig verkleinert) sind wahrscheinlich auch bei dieser Restaurierung entstanden. Unklar ist hingegen die Bedeutung der zugemauerten rundbogigen Öffnungen über diesen Fenstern. Mit Leitern erreichbare Türen wie bei Türmen, die als Schutzraum genutzt wurden (sog. „Wehrtürme“), wären eine mögliche Erklärung.

Dorfkirche Remlingen, Landkreis Wolfenbüttel, NiedersachsenIm zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer getroffen und danach wieder hergerichtet. Der Turm musste innen mit Beton stabilisiert werden. Risse in seinem Mauerwerk sind unübersehbar. Die Außenmauern des Schiffs sind zwar stehen geblieben aber alles andere wurde erneuert, so auch der schlichte Altar mit dem Kruzifix und das farbige Rundbogenfenster dahinter. An Stelle des heutigen Altars gab es früher eine Kanzelwand wie in anderen Dorfkirchen der Gegend. Schnörkellos und stilvoll sind die in braunem Naturholz gehaltenen Bänke, die Brüstung der Empore und der darin integrierte Orgelprospekt an der Westwand.

Texte und Fotos: Michael Gläser

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