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St. Petri Mörse, Stadt Wolfsburg, Niedersachsen

Die Kirche wurde in spätromanischer Zeit, Mitte des 13. Jahrhunderts, errichtet. Aus dieser Zeit sind der Turm und der westliche Teil des Kirchenschiffs erhalten. Der östliche Teil wurde 1475 erneuert und nach Osten erweitert. Ein Stein gibt diese Jahreszahl an der Ostwand des polygonalen Abschlusses an. An der Nordwand ist die Erweiterung an einer Fuge erkennbar. Der Turm hat einen rechteckigen Grundriss und steht quer zum Schiff, das sich bündig nach Osten anschließt. Außer einigen Lichtschlitzen besitzt der Turm je zwei Schallöffnungen an den vier Seiten. Ihre Bögen zeigen bereits schwache frühgotische Spitzen. An Nord- und Südseite stehen die Schallöffnungen zwar eng beieinander, sind jedoch nicht wie bei den älteren, romanischen Kirchen durch Säulen getrennt. An der Südseite des alten Schiffs ist unter dem westlichen Fenster noch der jetzt zugemauerte frühere Eingang erkennbar. Der heutige Eingang wurde 1665 an die Nordseite verlegt. Aus der gleichen Zeit stammen die Korbbogenfenster, vier im Süden und zwei im Norden; die an der Nordwand wurden im 19. Jahrhundert außen rechteckig verkleinert. An der polygonalen Apsis wurden gotische Maßwerkfenster eingebaut. An der Südwand des Anbaus ist ein ursprünglich wohl ähnliches, zugemauertes Spitzbogenfenster erkennbar. Das gesamte Mauerwerk besteht aus Ehmer Kalkbruchstein mit Kanten aus behauenen Quadern.

St. Petri Mörse, Stadt Wolfsburg, NiedersachsenSt. Petri Mörse, Stadt Wolfsburg, NiedersachsenDen flach gedeckten Innenraum dominiert ein gold glänzender Flügelaltar mit mittelalterlichen, bemalten Schnitzfiguren. Dem ursprünglichen Altar vom Ende des 15. Jahrhunderts wurde im 18. Jahrhundert das Mittelteil entfernt, um der Kanzel einer Kanzelwand Platz zu machen. 1964 wurde diese entfernt und der alte Altaraufbau rekonstruiert - so gut es möglich war. Das verlorene Mittelteil ist durch eine gold glänzende, in Quadrate aufgeteilte Fläche ersetzt und davor das alte romanische Triumphkreuz mit kreisrunden Scheiben an seinen Enden angebracht. Diese Scheiben trugen früher vermutlich die Symbole der vier Evangelisten. Die beiden Flügel zeigen Figuren der 12 Apostel, die Predella unter anderem Anna selbdritt in der Mitte und St. Alban von Mainz mit seinem abgeschlagenen Haupt in der Hand rechts außen. An den Innenwänden findet man Weihekreuze. An der Westwand, durch einen Rundbogen mit dem Turmuntergeschoss verbunden, befindet sich eine Empore mit der Orgel.

Siehe auch: Michael Gläser: Romanische Kirchen im Braunschweiger Land, Sutton-Verlag, Erfurt 2011, 14,95 €.

Texte und Fotos: Michael Gläser

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St. Petri Mörse, Stadt Wolfsburg, Niedersachsen
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