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Dorfkirche in Dambeck, Salzwedel, Sachsen-Anhalt

Die Kirche wird Ende des 12. Jahrhunderts gebaut worden sein. Sie besteht aus einem quer stehenden, rechteckigen Turm, einem zu diesem bündigen Schiff, einem eingerückten Chor und einer weiter eingerückten, halbkreisrunden Apsis. Das Feldsteinmauerwerk ist durch den Putz noch gut erkennbar. Die Schallöffnungen am Turm sind als gekuppelte Biforien mit Backsteinsäulen, je zwei an Ost- und Westwand und je eine an Nord- und Südwand, ausgebildet. Die kleinen, rundbogigen und hoch stehenden Fenster an Schiff, Chor und Apsis haben noch weitgehend ihren ursprünglichen, romanischen Charakter bewahrt. An der Nordseite befindet sich ein getrepptes Rundbogenportal am Schiff und ein einfaches mit einem Fachwerkvorbau am Chor, beide in Feldsteinen gefasst. Ein zugemauerter Einstieg zur ersten Etage an der Südwand des Turms lässt diesen als früheren Schutzraum erkennen.

Dorfkirche in Dambeck, Salzwedel, Sachsen-AnhaltIm Innenraum mit seinen flachen Holzdecken und dem Triumphbogen überrascht der schöne gotische Schnitzaltar von 1500 in den Farben gold, rot und blau. Der Mittelschrein zeigt eine Mondsichelmadonna mit Mandorla und Strahlenkranz zwischen zwei gekrönten heiligen Frauen mit Nimbus: links die hl. Ursula, zu ihren Füßen Gerasina mit ihren 4 Töchtern, die sie nach Rom begleiteten, rechts vielleicht die hl. Katharina; das Rad, ihr Folterwerkzeug und Attribut, vor ihren Füßen ist wohl abhanden gekommen. Die Mandorla ist mit 4 putzigen Engeln eingerahmt. In den Flügeln des Altars sind Figuren der 12 Apostel.Dorfkirche in Dambeck, Salzwedel, Sachsen-Anhalt Im Chor hängt von der Decke ein Taufengel mit einem Blätterkranz in beiden Händen, in dem vermutlich die Taufschale lag. Aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt die Holzkanzel mit Propheten des alten Testaments, aufgemalt auf den Brüstungsfeldern. Ein zweireihiges, geschlossenes Chorgestühl steht an beiden Seiten und an der Südwand des Chors hängen zwei hölzerne, barocke Epitaphe. In dem einen wurden an Stelle des verlorenen barocken Mittelteils die Namen der Gefallenen des 2. Weltkriegs aufgelistet; das andere zeigt einen gemalten Stammbaum. Die Empore im Westen trägt eine Orgel und wird von 5 hölzernen Arkaden gestützt.

Texte und Fotos: Michael Gläser

Adresse / Kontakt:

Standort
Dorfkirche in Dambeck, Salzwedel, Sachsen-Anhalt
Hinterstr. 14
38486 Apenburg
Deutschland
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