* Romanik.de: Dorfkirche in Hohenlangenbeck, Gemeinde Kuhfelde, Kreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt

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Dorfkirche in Hohenlangenbeck, Gemeinde Kuhfelde, Kreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt

Der Ort ist ein Rundling wendischen Ursprungs und wurde 1112 erstmals als „Langenbeke“ erwähnt. Er unterstand wie die ganze nördliche Altmark dem Bistum Verden/Aller. Im 14. Jahrhundert gehörte er dem Kloster Dambeck. Nur selten wurde in wendischen Rundlingen wie hier die Kirche in die Mitte des Rundlings gesetzt. Sie wurde im 12. Jahrhundert aus Feldsteinen erbaut und besteht aus einem kleinen Saal mit halbkreisrundem Ostabschluss. Der Dachreiter aus Fachwerk im Westen stammt von 1836 und ersetzte einen offenen Glockenstuhl von 1732. Aus romanischer Zeit sind drei kleine Rundbogenfenster erhalten: das an der Nordwand und die zwei seitlichen an der Ostrundung. Das mittlere Fenster, das an der Südwand und die Tür entstanden später und sind mit Ziegeln eingefasst. Die Tür besitzt noch ein mittelalterliches Kastenschloss, das linksdrehend geschlossen wird.

Dorfkirche in Hohenlangenbeck, Gemeinde Kuhfelde, Kreis Salzwedel, Sachsen-AnhaltIm Innern sind die Wände mit spätgotischen Malereien bedeckt, die 1962 freigelegt wurden. An der Nordwand erkennt man unter anderem die Erschaffung Evas und den Sündenfall, im Chor links die Passion Christi, den hl. Georg auf dem Pferde, der den Drachen mit einer Lanze bedrängt, rechts das jüngste Gericht. Weihekreuze sind an verschiedenen Stellen über den Malereien aufgebracht. Die Balkendecke wurde im Barock mit reichen Ornamenten ausgemalt. Im Südosten befindet sich eine rechteckige Nische in der Wand. Der sechseckige hölzerne Taufkessel entstand 1598. Die Nord- und Westemporen, die Kirchenbänke mit den Namen der Platzinhaber und der Kanzelaltar sind von 1697. Dorfkirche in Hohenlangenbeck, Gemeinde Kuhfelde, Kreis Salzwedel, Sachsen-AnhaltDie massiven, bemalten und beschriebenen Emporenbrüstungen sind von langen horizontalen (Seh-) Schlitzen durchbrochen, die mit fein gedrechselten Säulchen abgesichert sind. Teile des Kanzelschmucks stammen womöglich noch aus gotischer Zeit. Man erzählt sich, dass es einmal Schlägereien um die Sitzordnung gegeben habe, bis man sich schließlich einigte und dann die Namen der Platzinhaber in die Bänke einschnitzte. Dazu muss man wissen, dass es bis ins 19. Jahrhundert in den Kirchen feste Sitzordnungen gab, die sich nach dem Vermögen und so auch nach den kirchlichen Abgaben der Familien richteten.
Nach der Wende hat sich ein Förderverein zur Restaurierung der Kirche gegründet. Entsprechende Arbeiten waren 2010 noch im Gange.

Texte und Fotos: Michael Gläser

Adresse / Kontakt:

Standort
Dorfkirche in Hohenlangenbeck, Gemeinde Kuhfelde, Kreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt
An der Katharinenkirche 1
29410 Salzwedel
Deutschland
Telefon Telefon: 03901-302455
Fax Fax: 03901-302456
E-Mail E-Mail: E-Mail schreiben
Homepage Homepage: http://www.gemeinde-bunt.de/unseregemeinden/kirchspielkuhfelde/hohenlangenbeck