* Romanik.de: Kapelle Sainte-Marguerite, Epfig, Bas-Rhin, Frankreich

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Kapelle Sainte-Marguerite, Epfig, Bas-Rhin, Frankreich

Auch wenn schriftliche Dokumente fehlen, der Bau der Kapelle lässt sich auf das erste Viertel des 11. Jahrhunderts datieren. In dieser Zeit entstand der älteste Teil in Form eines lateinischen Kreuzes. Während die beiden Querarme fast quadratisch sind (Nord: 2,90 m breit und 3,12 m tief, Süd: 2,95 m breit und 2,90 m tief) , ist der Chor etwas länger (2,82 m breit und 3,43 m tief). Das Schiff ist dagegen mit 4,35 m deutlich breiter und 5,85 m lang. Im Vergleich zu diesen bescheidenen Ausmaßen haben die Mauern die enorme Stärke von 0,90 m. Der Vierungsturm mit abgeknicktem Pyramidendach zeigt auf allen vier Seiten romanische Biforen als Schallöffnungen. Kapelle Sainte-Marguerite, Epfig, Bas-Rhin, FrankreichDie Säulengalerien an Süd- und Westseite wurden im 12. Jahrhundert hinzugefügt. Die Sockel der Säulen sind - auf den Kopf gestellt - identisch mit den Würfelkapitellen. Über die Bedeutung der Säulengalerien lässt sich nur spekulieren. Da man südlich der Kapelle im Boden Reste von Mauerwerk fand, könnte die südliche Galerie Teil eines ehemaligen Kreuzgangs gewesen sein. Um 1516 wurde an der Südseite des Chors eine gotische Kapelle angebaut. An der Nordseite des Schiffs hat man im 19. Jahrhundert das alte Beinhaus auf seinen Grundmauern wieder aufgebaut. Woher die dort aufbewahrten Gebeine stammen, ist nicht gewiss, wahrscheinlich kommen sie von dem Friedhof, der die Kapelle umgibt.
Kapelle Sainte-Marguerite, Epfig, Bas-Rhin, FrankreichBetritt man die Kapelle durch das Westportal an einem sonnigen Tag, umfängt einen ein geheimnisvolles Halbdunkel, in dem man die Stille nur flüsternd zu stören mag. Licht fällt nur ein durch die kleinen Ost- und Westfenster und die Nord- und Südfenster des Querhauses. Die Reste der Ausmalungen des mit einem Tonnengewölbe gedeckten Innenraums ziehen sogleich die Blicke auf sich. Bei der umfangreichen Renovierung 1875 hat man die Ausmalungen des 15. Jahrhunderts teilweise freigelegt. In der Chortonne lässt sich Christus mit einem Reichsapfel, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten, dem Engel, dem Stier, dem Löwen und dem Adler erkennen. Zwei Plastiken, die der hl. Margaretha und der Madonna mit dem Jesuskind schmücken die Ostwände der Querhausflügel.

Texte und Fotos: Michael Gläser

Adresse / Kontakt:

Standort
Kapelle Sainte-Marguerite, Epfig, Bas-Rhin, Frankreich
4 Place de L'église
67680 Epfig
Frankreich
Telefon Telefon: +33388855047
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