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Dom St. Peter Worms, Rheinland-Pfalz

Der Dom wurde in drei Bauphasen errichtet, die Ostteile von etwa 1125 bis 1144, das Langhaus von etwa 1160 bis 1170 und der Westbau von 1170 bis 1181. Bis auf die Vergrößerung im Westbau steht der Dom auf den Fundamenten des Vorgängerbaus von Bischof Burchard. Spätere Änderungen umfassen das Nordportal, das Südportal und die Kapellenanbauten. Während des pfälzischen Erbfolgekriegs 1689 brannte der Dom mit seiner gesamten mittelalterlichen Innenausstattung aus. Die Wiederherstellung Anfang des 18. Jahrhunderts brachte den Barock in den Dom, insbesondere den herausragenden Hochaltar von Balthasar Neumann. Wegen zunehmender Baufälligkeit wurde zwischen 1901 und 1906 der Westchor abgetragen und mit dem historischen Material getreu wieder aufgebaut. Das 1945 von Brandbomben zerstörte Langhausdach wurde alsbald wiederhergestellt. Es folgten 1961 eine Außen-, 1977 eine Innenrenovierung und weitere Restaurierungen ab 2002.
Dom St. Peter Worms, Rheinland-PfalzDer Dom ist eine kreuzförmige dreischiffige Basilika im gebundenen System. Ost- und Westchor werden je von zwei Rundtürmen flankiert. Die Vierung und der Westchor tragen je einen mächtigeren, aber kürzeren Turm. Der Ostchor mit drei großen Rundbogenfenstern und einer Zwerchgalerie schließt gerade ab, während dem Westchor eine 5-seitige Apsis mit 4 Rosenfenstern vorgelagert ist. Zwerchgalerien schmücken auch den Vierungsturm und die drei Westtürme. Allerlei Tier- und Menschenfiguren lauern an den Fenstern und Galerien. Am mehrfach getreppten, rundbogigen Nordportal soll sich der Streit zwischen Kriemhild und Brunhild zugetragen haben. Über diesem Portal wurde das von Friedrich Barbarossa verliehene Stadtfreiheitsprivileg 1981 neu gestaltet. Das gotische westliche Südportal von 1300 zeigt reichen Figurenschmuck. Dom St. Peter Worms, Rheinland-PfalzZum kleineren Rundbogenportal am südlichen Querhaus führen zwei schön geschwungene Freitreppen hoch. In gotischer Zeit wurden der Südseite die Georgs-, die Annen- und die größere Nikolauskapelle vorgelagert, der Nordseite die Marienkapelle. Der Innenraum mit seinen massigen Pfeilern und seinen Ausmaßen kommt in gedämpftem Licht überwältigend herüber. Für die reiche Ausstattung sollte man etwas Zeit mitbringen.

Texte und Fotos: Michael Gläser

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Dom St. Peter Worms, Rheinland-Pfalz
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